für Ratsuchende  
zurück

Grundsätze und Ziele Flüchtlingsberatung

Deutschland ist faktisch ein Einwanderungsland geworden. Daraus ergibt sich für die Politik
und die soziale Arbeit die gemeinsame Aufgabe, rechtliche, strukturelle und methodische Bedingungen zu gewährleisten, die Einwanderern eine selbstbestimmte Lebensführung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Die gemeinsame Klammer für Rechte und Pflichten von Mehrheits- und Minderheitsgesellschaften ist dabei die Akzeptanz der Verfassung. Der Erwerb von Sprachkenntnissen - als wesentlicher Integrationsfaktor - muss sichergestellt w erden.

Einwanderern - auch aus Staaten außerhalb der Europäischen Union - muss das aktive und passive Wahlrecht eingeräumt werden. Die Beteiligung von Ausländern in politischen Gremien und Parteien wird die Lösung von Wohnungs-, Bildungs- und Versorgungsproblemen nachhaltig fördern. Die doppelte Staatsangehörigkeit ist zu legitimieren. Hier geborenen Kindern von niedergelassenen Ausländern der zweiten und dritten Generation ist die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch zu verleihen. Spätaussiedlern ist die Eingliederung in unser Gesellschaftssystem durch bedarfsgerechte Integrationsmaßnahmen zu erleichtern.

Methodisch setzt soziale Arbeit mit Migranten an ihren Lebenslagen an und versteht sich als interkulturelle Arbeit. Der interkulturelle Ansatz ist ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung des unumkehrbar gewordenen Einwanderungsprozesses. Migrations- und Integrationspolitik ist langfristig zu planen, finanziell zu sichern und konsequent durchzuführen. Integrationspolitik erfordert Fachkräfte mit interkulturellen Kompetenzen in allen gesellschaftlichen Arbeitsfeldern. Migranten und Migrantinnen sind in die Strukturen, Gremien und Dienste des Verbandes einzubeziehen.

 

 

 
AWO Kreisverband Viersen e.VKleinbahnstr. 5947906 KempenTel. 02152 / 2 05 55-0Fax / 02152 2 05 55-25info@awo-kreisviersen.de