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Zuverdienst zu ALG II

„Zusatzjobs“
Bei den Arbeitsgelegenheiten im Projekt “Plus Lohn“ handelt es sich um zusätzliche Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung nach § 16 d. Satz 2 SGB II. Im Rahmen von zumutbaren, nicht sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen können demnach von Beschäftigungsstellen, im öffentlichen Interesse liegende, zusätzliche Arbeitsgelegenheiten (Zusatzjobs) geschaffen werden. Die Beschäftigungsdauer der Teilnehmer beträgt zunächst 6 Monate und kann unter Umständen verlängert werden.

Beschäftigungsstellen
Beschäftigungsstellen können alle gemeinnützigen Einrichtungen im Kreis Viersen sein. Arbeitsgelegenheiten dürfen ausschließlich geschaffen werden für zusätzliche Beschäftigung, also Arbeiten, die sonst gar nicht oder zu einem unzumutbar späteren Zeitpunkt erledigt würden. Bestehende Arbeitsplätze dürfen auf keinen Fall dadurch ersetzt werden. In Frage kommende oder interessierte Vereine und Einrichtungen sollten Kontakt aufnehmen und eine „Stellenbeschreibung“ (Muster hier erhältlich) erstellen.

Arbeitsrecht
Zusatzjobs begründen kein Arbeitsverhältnis. Die einschlägigen arbeitsrechtlichen Bestimmungen gelten daher nicht, sind aber in Analogie im Einzelfall heranzuziehen. Das Betriebsverfassungsrecht ist nicht tangiert.

Mehraufwandsentschädigung
Während der Teilnahme erhält der erwerbsfähige Hilfebedürftige zuzüglich zum ALG II eine angemessene Mehraufwandsentschädigung in Höhe von 1,20 Euro/Stunde. Diese stellt einen Leistungsanreiz dar und deckt alle Aufwendungen im Zusammenhang mit der Teilnahme an einem Zusatzjob. Die Mehraufwandsentschädigung wird nicht auf die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts angerechnet. Sie wird nur für tatsächlich geleistet Beschäftigungsstunden und für die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen gezahlt (nicht für Krankheitszeiten, Urlaubstage oder an Wochenenden/Feiertagen).

Arbeitszeitenregelungen
Die Ausgestaltung der Zusatzjobs ist auf die individuellen Erfordernisse der Hilfebedürftigen abzustimmen. Die Möglichkeit zu Eigenbemühungen bei der Suche nach Ausbildung oder Arbeit darf durch die Anzahl der zu leistenden Wochenstunden nicht beeinträchtigt werden.
Mit dieser flexibel einsetzbaren Konstruktion sind bei den Zusatzjobs auch sämtliche Teilzeitvarianten möglich. Die wöchentliche Beschäftigungszeit sollte zwischen 15 und 30 Stunden festgeschrieben werden.

Arbeitsschutz
Die Vorschriften über den Arbeitsschutz sind entsprechend den Tätigkeitsbereichen anzuwenden. Für die Unterweisung sind die Beschäftigungsstellen zuständig.

Haftpflichtversicherung
Schäden die durch die Teilnehmer/innen in den Beschäftigungsstellen verursacht werden, sind über die Kollektivhaftpflicht der Arbeiterwohlfahrt versichert.

Unfallversicherung
Wie uns die Berufgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege mitteilt, sind die Teilnehmer über die Beschäftigungsstellen gesetzlich unfallversichert gem. § 2 Abs. 2 SGB VII. Eine namentliche Meldung ist nicht erforderlich. Arbeitsunfälle und Arbeitswegefälle sind bei der zuständigen Berufsgenossenschaft anzuzeigen.

Versicherungen
Die Kranken- Renten- und Pflegeversicherung des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist im Rahmen der Weiterzahlung der Grundsicherung für Arbeitssuchende gewährleistet.

Ansprechpartner:

Mario Barbuto
Tel.: 0 21 52 / 2 05 55 14
Fax: 0 21 52 / 2 05 55 25
E-Mail: pluslohn@awo-kreisviersen.de

Henning Ehlers (Abteilungsleiter III „Soziale Arbeit und Erziehung“)
0 21 52 / 2 05 55 21

 

 
AWO Kreisverband Viersen e.VKleinbahnstr. 5947906 KempenTel. 02152 / 2 05 55-0Fax / 02152 2 05 55-25info@awo-kreisviersen.de